UNSERE MISSION
Im Zentrum unserer Arbeit steht der Mensch und die vielen Versuchungen - von Drogen bis Social Media -, die ihm bei der Bewältigung des Alltags und der Suche nach Zugehörigkeit, Zerstreuung oder Euphorie begegnen. Wir zeigen auf, was in uns vorgeht, wenn wir von etwas nicht lassen können, welche Rolle unser Gehirn dabei spielt und was wir selbst auf gesunde Weise beeinflussen können. Im Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen betrachten wir Kipppunkte von Konsum und Verhaltensweisen und verdeutlichen, ab wann Genuss oder Belohnung zur Gewohnheit und Gewohnheit zum Problem wird.
Wir machen dies auf überraschende, zeitaktuelle Weise: Unsere Arbeit basiert auf der Bedeutung von Wissenschaft und Kunst für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft. Wir zeigen Kunstwerke, die Unsichtbares sichtbar machen und Freiräume schaffen. Wir vermitteln Wissenschaftliches verständlich und lebensbezogen. Gegenwärtige Kunst mit Wow-Effekt und neue Erkenntnisse aus der (Sucht-)Forschung mit Aha-Effekt werden verknüpft. So erschaffen wir unkonventionelle Ausstellungen und Bildungsprogramme, die alle ansprechen und die nachhallen.
Sucht geht alle Menschen etwas an: Die einen suchen den Rausch im Nachtleben oder können ohne Tabletten nicht mehr einschlafen. Die anderen belohnen sich für den geschafften Arbeitstag mit einem Glas Wein oder entfliehen der Realität in mediale Welten von Gaming oder Social Media. Darüber sprechen wir. Unsere Ausstellungen, Veranstaltungen und Bildungsprogramme schaffen dafür einen Erfahrungsraum des generationsübergreifenden Austausches – einen Ort des lebenslangen Lernens, der Partizipation und des – im wahrsten Sinne des Wortes – Begreifens. Hier bringen wir Menschen zum Nachdenken und in den Austausch mit sich und den anderen. Dadurch tragen wir dazu bei, Tabuthemen anzusprechen, kritische Konsum- und Verhaltensweisen zu reflektieren und die Stigmata von Abhängigkeit aufzubrechen.
Wir verstehen uns als außerschulischen Lernort mit einem Ansatz, den es in Europa so noch nicht gibt. Unsere Bildungsprogramme stärken junge Menschen und mit ihnen die Gesellschaft. So schaffen wir Nachhaltigkeit und wirken präventiv.
UNSERE VISION
Das Haus Welt der Versuchungen ist bekannt als offenes, begegnungsintensives Ausstellungshaus für Suchtprävention, Kunst und Wissenschaft sowie als konsequent offen ausgerichteter Ort der Teilhabe und des interdisziplinären Austausches. Hierher kommen Menschen aus Interesse und Neugier, um sich mit anderen zu treffen oder auszutauschen, zu diskutieren oder nachzudenken.
Als außerschulischer und außeruniversitärer Lernort ist das Haus gleichermaßen anerkannt und beliebt wie als Pool für Innovation und Information rund um Gesundheit und Suchtprävention. Im Haus vernetzen sich neueste wissenschaftliche Erkenntnisse, persönliche Suchtgeschichten, Wissen aus Suchthilfe und Präventionspraxis sowie aktuelle künstlerische Positionen zu einem wirkungsvollen Ansatz der Gesundheitsförderung und Entstigmatisierung.
Seine Bildungsangebote tragen nachweislich zur Stärkung der Menschen bei. Ausstellungen, Projekte und Veranstaltungsprogramme machen das Haus so zum lokalen und bundesweiten Leuchtturm für Wissenskultur, Kunstpraxis und gesellschaftliche Prävention – mit internationaler Strahlkraft.
Einrichtungen wie Innovation Hub, Bibliothek und Archiv ermöglichen die freie Zugänglichkeit von Wissen und Erkenntnissen für alle und machen das Haus nicht nur zur Anlaufstelle für Menschen aller gesellschaftlichen Bereiche, sondern auch zum verlässlichen Partner in einem Netzwerk aus Forschungseinrichtungen, Politik, Bildungseinrichtungen, Gesundheitsakteuren, Praktikern der Suchthilfe sowie Kinder- und Jugendorganisationen.
UNSERE WERTE
Unsere Werte geben wieder, was wir als wichtig im Umgang miteinander erachten, intern und nach außen. Sie leiten und begleiten uns durch unsere tägliche Arbeit, bieten Orientierung und sind Anforderungen zugleich.
Auf Augenhöhe
Wir arbeiten ohne erhobenen Zeigefinger und ohne Abschreckung. Unser Ziel ist es, die Fähigkeit der Menschen zu stärken, Motive zu erörtern, das eigene Verhalten sowie die gesellschaftlichen Einflüsse gemeinsam kritisch zu hinterfragen und gleichzeitig auf sich selbst zu schauen, um Entscheidungen zu treffen. Wir sprechen Menschen jeder Generation und Herkunft an. Unsere Vermittlungsformate und Begleitprogramme sind auf das nachhaltige lebenslange und verständnisorientierte Lernen sowie das Begreifen im ganz wörtlichen Sinne ausgelegt. Wir setzen dabei auf einen dialogischen Ansatz, bei dem Führungen und Veranstaltungen als offene Gespräche gestaltet werden, um den Austausch und die Reflexion zu fördern. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Transformation von Bildung und für ihre Nachhaltigkeit entsprechend den Zielen der BNE-Agenda 2030.
Nachhaltig
Im doppelten Sinne: Unser Haus wird ökologisch nachhaltig gebaut. Umweltbewusstsein und langfristige Nutzbarkeit spielen eine bedeutende Rolle bei Materialien, Gestaltung, Betrieb und Einbettung in die städtische Infrastruktur. Gleichzeitig ist uns wichtig, dass du dich bei uns wohlfühlst. Zudem soll unsere Arbeit nachhallen und einen spürbaren, mittel- bis langfristigen Effekt auf dich und somit auf unsere Gesellschaft haben.
Zugänglich
Wir möchten alle Menschen egal welcher Herkunft und Voraussetzung ansprechen. Wir bieten niedrigschwellige Veranstaltungen und Führungen für unterschiedliche Zielgruppen an. Unser Haus wird barrierefrei, unser Team ist professionell, zugewandt und mehrsprachig.
Kooperativ
Wir möchten Synergien schaffen und immer wieder neu denken. Deshalb arbeiten wir innerhalb eines Experten-Netzwerks. Wir denken gemeinsam mit Künstler:innen und Wissenschaftler:innen. Bei der Konzeption von Ausstellungen und Veranstaltungen beraten uns Fachleute aus der Suchtprävention und -hilfe. Unser wissenschaftlicher Beirat unterstützt uns mit seiner vielfältigen Forschungsexpertise. Zahlreiche Kooperationspartner:innen und – nicht zuletzt – unsere Besucher:innen selbst ergänzen unser Kompetenznetzwerk.
Weltoffen
Wir sind Teil der Aktion „Weltoffenes Thüringen“. Jeder Mensch hat ein Recht auf Wohlbefinden und Gesundheit. Ein friedlicher, respektvoller Umgang, Toleranz und Akzeptanz sind deshalb fundamentale Bausteine unseres Selbstverständnisses. Bei uns sind alle Menschen in ihrer Verschiedenheit gleichermaßen willkommen. Daher stellen wir uns gegen jede Form von Diskriminierung. Wir treten ein für die Wahrung der Menschenrechte und Menschenwürde gemäß dem deutschen Grundgesetz, Artikel 1, sowie für eine plurale Demokratie. Hass und Hetze haben bei uns keinen Platz.
Experimentierfreudig
Wir sind neugierig und probieren gern Neues aus. Die aktuellen Erkenntnisse aus der Forschung fließen in unsere Arbeit ein wie gesellschaftliche Trends und technische Erneuerungen. Wir sind am Puls der Zeit und haben Freude daran, voranzugehen. Das macht unseren Innovationscharakter aus.
UNSER TEAM
Anfragen zu Ausstellungen oder Vorträgen:
Susanne Rockweiler, Chefkuratorin und 1. Vorständin
Sara Stehr, Co-Kuratorin und wissenschaftliche Mitarbeiterin

Dr. Susanne Rockweiler
1. Vorständin | Chefkuratorin
Tel.: +49 361 - 30 25 79 31

Sara Stehr
Wissenschaftliche Mitarbeiterin
Tel.: +49 361 - 30 25 79 34

Mirjam Göbel
Referentin für Suchtprävention
Tel.: +49 361 - 30 25 79 35

Andrea Radtke
Referentin PR und Marketing
Tel.: +49 361 - 30 25 79 32
Johanna Dembinski
Volontärin für Bildung und Vermittlung
Tel.: +49 361 - 30 25 79 36
Karen Weinrich
Referentin Finanzen
Tel.: +49 361 - 30 25 79 30
Vera Jurickova
Verwaltung | Assistenz
Tel.: +49 361 - 30 25 79 30
STIFTUNGSVORSTAND
Dr. Susanne Rockweiler (Stiftung Welt der Versuchungen)
1. Vorständin
David Fritzlar (SiT - Suchthilfe in Thüringen)
2. Vorstand
STIFTUNGSRAT
Der Stiftungsrat berät, unterstützt und überwacht den Vorstand. Zu seinen Aufgaben gehören unter anderem die Festlegung der Stiftungsstrategie, die Berufung des Vorstands und des Fachbeirats, die Erarbeitung von Geschäftsordnungen sowie Satzungsänderungen. Die erste Vorständin der Stiftung ist beratendes, nicht stimmberechtigtes Mitglied im Stiftungsrat. Vorsitzender des Stiftungsrats ist Thomas Bader, Dipl.-Psychologe, Vorsitzender des AR des Suchthilfe in Thüringen e.V.
UNSER WISSENSCHAFTLICHER BEIRAT
Katja Naie (*1974) ist Neurowissenschaftlerin und Senior Project Managerin an der Robert Bosch Academy. Als Mit-Initiatorin des Onlinemagazins www.dasGehirn.info, das sie bis 2014 leitete, war sie an der Planung und dem Aufbau des ersten deutschen Online-Informationsportals zum Thema Gehirn beteiligt.
Matthias Brand (*1975) ist Psychologe, Neurowissenschaftler und Verhaltensssuchtforscher. Er leitet das Fachgebiet Allgemeine Psychologie: Kognition an der Universität Duisburg-Essen und forscht aktuell zu Onlineverhaltenssucht. 2024 wurde er mit dem Great Achievement Award der International Society for the Study of Behavioral Addictions ausgezeichnet.
Gregor Burkhart (*1964) ist promovierter Mediziner, Mitbegründer und ehemaliger Präsident der European Society for Prevention Research (EUSPR) sowie leitender wissenschaftlicher Analyst i.R. der EU Drogenagentur (EUDA).
Maximilian von Heyden ist Sozialpädagoge und Gesundheitswissenschaftler. Als Gründer und Vorstandsmitglied der gemeinnützigen Organisation FINDER Akademie widmet er sich bundes- und europaweit der Professionalisierung von Gesundheitsförderung und Prävention.
Sven Speerforck (*1984) ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie sowie leitender Oberarzt und stellvertretender Klinikdirektor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum Leipzig. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Untersuchung der Stigmatisierung von (sucht-)kranken Menschen.
Rainer Spanagel (*1961) ist Pharmakologe und Suchtforscher. Er leitet das Institut für Psychopharmakologie am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim und lehrt Neuropharmakologie an der Universität Heidelberg. Er ist Sprecher des Wissenschaftlichen Beirates.
Mehr Informationen zu den Mitgliedern des wissenschaftlichen Beirates zum Download (.pdf